Review: Piranha 3D

Das erste Filmreview ist zugleich auch der erste gescheite Content. Wobei ich vielleicht nicht von gescheit reden sollte, denn schließlich soll es hier um den äußerst trashigen Film Piranha 3D gehen.

Nun bin ich nicht gerade als Fan von äußerst trashigen B-Movies und/oder Horrorfilmen bekannt, aber ich ließ mich durch tolle Argumente ködern: 

„Da gibt’s Piranhas und Brüste in 3D!!!“ Und weil in jedem Mann ja schließlich immer noch ein kleiner Junge steckt, ging ich, jedoch ohne große Erwartungen, mit und wusste nicht, was dieser Film mit mir anrichten würde. Die Story ist schnell erzählt und eigentlich auch nicht der Rede wert: Ein Erdbeben öffnet unter dem idyllischen Lake Victoria einen Durchgang zu einem unterirdischen See unter dem See(!), in dem eine Horde prähistorischer Piranhas seit 2 Millionen Jahren vor sich hinvegetiert. So weit so unspektakulär, aber Lake Victoria ist ein beliebter Ort für die gute alte amerikanische Tradition des Spring Break, also hunderte von betrunkenen, halbnackten, jungen Menschen, die in den See springen. Als erste Amtshandlung frisst die hungrige Meute Richard Dreyfuss in einer wunderbaren Hommage an Der weiße Hai in der Eröffnungsszene. Danach hält sich der Film keine 10 Minuten mit der Einführung der Charaktere auf, was ebenfalls eher unspektakulär ist. Mit einer Ausnahme: Jerry O’Connell (bekannt als Det. Woody Hoyt aus der TV-Serie Crossing Jordan) spielt den Pornoproduzenten/-regisseur/-darsteller Derrick Jones, der am Lake Victoria zum Spring Break gerne einen Lesbenporno produzieren möchte. Jones ist saufendes, koksendes und sexbesessenes Arschloch, sprich: Absolut großartig! Was folgt ist eine Goreorgie der Extraklasse, denn der Film besteht ab jetzt fast nur noch aus Blut, abgetrennten Körperteilen, Piranhas und Brüsten. Bewundernswert an der Sache ist, dass sich der Film zu keinem Zeitpunkt ernst nimmt und so für eine Welle von Lachattacken sorgt. Dabei gibt sich der Film nie der Lächerlichkeit preis, denn technisch und handwerklich gibt es nichts zu meckern. Vor allem die wunderbaren Unterwasser-3D-Effekte können sich sehen lassen und sind bei weitem besser als bei Kampf der Titanen. Regisseur Alexandre Aja, der schon mit Filmen wie The Hills have Eyes und Haute Tension den Amerikanern gezeigt hat, wie man gescheites Horrorkino macht, legt mit Piranha 3D ein sehr schönes Stück Genrekino hin, das ich so schnell nicht in einem deutschen Kino vermutet hätte. Zum Schluss sei noch gesagt, dass es ebenfalls ein Wiedersehen mit Christopher Lloyd, der anscheinend, den unter einem anderen Namen lebenden Doc Brown verkörpert.

Fazit: Piranha 3D ist ein großartiges Stück Trashhorrorkino, das man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man nicht zu zart besaitet ist und mit dem hohen Gore- und Ekelfaktor klarkommt. Und machte mich zu einem neuen Fan dieses Genres.

Update: Durch die Redaktion meiner Heldin ist  der Text jetzt auch frei von Rechtschreibfehlern.

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3 Antworten to “Review: Piranha 3D”

  1. mrrogers Says:

    hätte, hätte, herrentoilette!!!

    emm to the ouh to the deeeh! mod!

    blog fav’d.

    prost!

  2. mod85 Says:

    Auf dich ist Verlass, Eugene. 🙂

  3. eayz.net Says:

    Review-Rundumschlag #12 ½…

    Der erste Vorsatz ist gebrochen: Auch 2011 wieder mit gehöriger Verspätung, dafür aber umso bunter (»Ich – Einfach unverbesserlich«, »Die etwas anderen Cops« und das Spaßblutbad der Saison »Piranha 3D«) und passend zu eurer DVD-Einkaufsliste! Ich ……

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