Review: World Invasion: Battle Los Angeles

Alien-Apokalypse! Schon wieder! Mit World Invasion: Battle Los Angeles sah ich mir also den dritten Alien-Horror-Invasions-Film innerhalb von vier Monaten an. Nach dem Desaster um Monsters und der verhinderten Komödie Skyline war das Maß nicht unbedingt hochgelegt, aber der Trailer machte zumindest Lust auf mehr. Und mehr sollte ich bekommen.

Mit der Geschichte halte ich mich gar nicht erst lange auf: Alter, scheidender Marine-Sergeant (Aaron Eckhart) muss mit einer Gruppe Marines (Cast komplett austauschbar) Zivilisten (ebenfalls austauschbar) aus einem evakuierten Bereich eskortieren, da dieser Ziel einer Flächenbombardierung wird. Dort wimmelt es von Aliens, die kurz zuvor diverse Metropolen auf der ganzen Welt angegriffen haben, unter anderem auch – ihr ahnt es – Los Angeles.

Der Film hält sich eigentlich nicht lange mit einer Einführung auf, was er auch gar nicht nötig hat, denn die Story ist so wenig originell wie neu. Andererseits wird hier vorab jedes Mitglied des Marinetrupps eingeführt und kurz dargestellt, was es für ein liebender Ehemann/Vater/tollpatschiger Rookie ist. Das ist gelinde gesagt und im besten Fall vollkommen sinnlos. Einziger Lichtblick ist Aaron Eckhart, der die Figur des kriegsmüden Marines überzeugend darstellen kann. Eckhart gelingt es sogar, sich so durch den obligatorischen US-Militärpathos zu schlängeln, dass man es ihm als Europäer fast abkauft. Als Dreingabe im Cast gibt es noch Michelle Rodriguez, die sich selbst eine Airforce Elitesoldatin verkörpert und einer der Marines wird von Ne-Yo gespielt, falls den noch jemand kennt.

Was Battle L.A. wirklich zu bieten hat ist Action, denn es knallt an allen Ecken und Enden. Mit den Effekten wird nicht gegeizt und ein paar Minuten ohne Feuerball oder Gewehrschuss sind eine Seltenheit. Das ist soweit durchaus solides Actionkino, das sogar einen Spannungsbogen hinbekommt, der über die dünne Story hinweg hilft. Das war aber dann auch schon alles. An den Effekten gibt es wenig bis nichts zu meckern und der Sound ist, zusammen mit dem guten Score, bombastisch. Lediglich die wackelige Kameraführung, die im Moment sehr hip zu sein scheint und in einem Katstrophen-/Alien-Apokalypse-/Kriegsfilm neuerdings nicht fehlen darf, lässt einen manchmal den nächsten epileptischen Anfall befürchten. Aber es gibt auch noch einen Lichtblick für alle, die nach Monsters und Skyline Appetit auf Calamari hatten: Keine Tentakel. Endlich mal wieder keine Tentakel. Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich mich mal so darüber freuen würde, aber es ist eine Wohltat, dass sich ausnahmsweise nichts über die Leinwand schlängelt.

Fazit: World Invasion: Battle Los Angeles ist grundsolides Actionkino, das es durchaus versteht, den Zuschauer kurzweilig zu unterhalten. Wer sich nun auch nicht vom obligatorisch triefigen US-Pathos abschrecken lässt und solides Effektkino mag, der wird von Battle L.A. nicht enttäuscht sein.

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