Review: Hangover 2

Oh, da war doch was: Reviews schreiben! Ich hänge völlig hinterher und unzählige Kinogänge wollen rekapituliert werden und der Artikel über die Kölner Kino Nächte 2011 schreibt sich schließlich auch nicht von allein. So werden die Reviews der älteren Filme nun auch nicht so ausführlich ausfallen wie üblich. Den Anfang macht Hangover 2:

Das Wolfsrudel ist zurück. Nachdem Hangover, eine der erfolgreichsten Komödien im Jahre 2009, die Geschichte eines standesgemäßen völlig verunglückten Jungesellenabschieds in Amerikas Sündenpfuhl schlechthin – Las Vegas – erzählt, findet die nächste Hochzeit der Freunde in Thailand statt. Das Rezept ist altbewährt, weiß aber dennoch mit einigen Überraschungen aufzuwarten.

Die Handlung darf man sich getrost so vorstellen wie im ersten Teil des Franchises, was jedoch in diesem Fall kein Manko darstellt. Dieses Mal ist Stu (Ed Helms) an der Reihe seine Verlobte Lauren (Jamie Chung) zu heiraten. Nach dem Desaster in Las Vegas denkt dieser jedoch nicht im Traum daran seinen Junggesellenabschied zu feiern. Von dieser Idee sind die Freunde, allen voran Phil natürlich gar nicht angetan. Den ersten Dämpfer erhält Stus Stimmung als er einwilligt Dougs (Justin Bartha) Schwager Alan (Zach Galifianakis) einzuladen. Zwei Abende vor der Hochzeit beschließen die Jungs, begleitet von Laurens Bruder Teddy (Jason Lee) am malerischen Sandstrand noch ein Bier zu trinken und Marshmallows zu grillen. Es kommt wie es kommen muss: Das Wolfsrudel wacht in Bangkok auf und Teddy ist verschwunden. Der Auftakt zu einer Hetzjagd durch alle dunklen Gassen Bangkoks ist gemacht.

Eigentlich muss man nicht viele Worte über diesen Film verlieren, denn das Prinzip der langsam wiederkehrenden Erinnerungen funktioniert hier ebenso gut wie in Teil 1. Die Gags sind derb, manchmal eklig und zum Brüllen komisch. Hinzu kommt ein völlig irrer Mr. Chow (Ken Jeong) und ein drogendealendes Äffchen in einer Jeansjacke. Was sollte da schon neu geschweige denn interessant sein? Was auf den ersten Blick aussieht wie ein billiger Abklatsch des ersten Teils, kann jedoch eine Sache vorweisen, die Hangover nicht hatte: Bangkok. Mit der Wahl des Standortes hat der Film ein weites Feld an dreckigen Witzen erschlossen, die in Amerika oder Europa niemals funktioniert hätten oder glaubwürdig gewesen wären. Um ein Beispiel zu nennen: „Wir suchen einen kleinen Jungen!“ (Laurens Bruder Teddy) – „2000 Dollar!“ Natürlich bedient der Film so manches Klischee, das der gemeine Amerikaner oder Europäer gegenüber Südostasien hegt, aber das tut dem derben Spaß, den Hangover 2 bietet, keinen Abbruch.

Fazit: Hangover 2 ist eingängige, teils brachiale und wirklich witzige Komödienkost bei der nicht nur Fans des Genres auf ihre Kosten kommen. Ein netter Cameo-Auftritt von Mike Tyson rundet die Sache dann noch liebevoll ab. Sehenswert.

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